Wollte nur mal

flyfast

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schauen ob es überhaupt noch "Nicht" Alfred Mower gibt oder ich mit meinem 1.3 Board eine aussterbende Rasse bin.
Mein roter Mower läuft nun das dritte Jahr und hat viele viele Kilometer abgespult und brav vor sich hin gemäht.
Immer wieder mal gab es kleinere Probleme. So sind zum Beispiel die beiden Kondensatoren auf der Rückseite vom Board abgebrochen nachdem sich der Kleber aufgelöst hat. Die habe ich nun separat mit Kabel verbunden un d im Mower verstaut.
Ich werde diesen Winter wieder einen neuen bauen und diesmal die 42mm Antriebe und die alten größeren (320mm) Räder hernehmen und die Dinge ändern die sich im Lauf der Zeit als nervig herauskristallisiert haben.

Gruß UWE
 
Moin,

Ich vermute, dass es viel mehr Ardumower als Alfreds gibt.
Die Frage, die man sich stellen muss, ist, ob man bei der alten schwachen Arduino CPU bleibt, oder auf Linux umsteigt.
Mit Linux kann man natürlich mehr machen (LIDAR)
Da scheint auch noch einiges mehr zu kommen (Stereokamera)

Beste Grüße,
Chris
 
Wenn man in den Shop guckt, dann bekommt man das Gefühl, dass der Ardumower jetzt abverkauft wird. Es gibt nur noch 2 Chassisfarben und nur noch die brushless-Version. Wenn du also so ein Chassis noch haben willst, dann wäre jetzt der Zeitpunkt. Was danach kommt, ist für mich noch nicht so ganz klar. Es wurde zwar einiges vorgestellt. Das fand ich aber wenig attraktiv für meinen Garten.

Die schwache Arduino-Basis kann Ich persönlich nicht bestätigen. Der Adafruit hat locker genug Dampf, um den Mäher sehr präzise zu steuern. Bei mir mäht der Ardumower inzwischen gut 200qm komplexen Rasen pro Stunde und schafft 1300qm mit einer 10Ah-Akkuladung.

Meine 2-jährige Erfahrung mit dem Projekt zeigt mir, dass noch sehr viel Potenzial in der Software steckt. Ich habe aber auch gelernt, dass schon heute kaum jemand durch die Komplexität der Software durchsteigt. Von daher glaube ich persönlich nicht, dass eine weitere Komplexitätserhöhung mit LIDAR das Projekt verbessern wird. Es wird sicherlich einige bekannte Probleme beseitigen aber dafür neue hervorbringen.

Auch wenn ich es mal anders geplant hatte, werde ich aktuell nicht auf den Raspberry umsteigen. Der Adafruit hat im Gegensatz zum RPI ein Echtzeit-Betriebssystem. Das ist bei komplexen Regelvorgängen nicht zu vernachlässigen.
 
Ich habe zwar keinen Ardumower, sondern einen Alfred, aber die Schlussfolgerung, dass der Ardumower "abverkauft" wird halte ich für falsch. Es wird allenfalls der Lagerbestand abverkauft. Das bedeutet aber rein gar nichts.
Ich hatte selber 16 Jahre lang einen Onlineshop für Modellhubschrauber, hauptsächlich für selbst konstruierte Umbauten. Da gab es auch viele Kunden, die aus dem Lagerbestand irgendwelche Rückschlüsse auf die Zukunft geschlossen haben. Dazu kann ich nur sagen, dass das Unsinn ist. Meinen Shop gibt's schon seit 2020 nicht mehr, die email Adresse aber natürlich noch. Wenn heute ein Kunde ein Ersatzteil haben möchte, dann baue ich ihm das auch heute noch...kein Problem. Großen Händlern ist das egal, die verkaufen ja nur was andere herstellen. Aber wir sind hier unter Hobbyisten, die lieben was sie tun, da findet sich immer eine Lösung.
Man kann bei der Meinungsbildung hier nicht rangehen, wie bei einem klassischen Händler. Man muss es aus einem anderen Blickwinkel sehen.
1. Die Entwicklung bleibt nie stehen...und das ist gut so.
2. Da die Gehäuseteile auf einer einfachen 2D, bzw. 2,5d Fräsmaschine hergestellt werden, KANN MAN SIE JEDERZEIT NACHPRODUZIEREN. Das bedeutet, dass der Ardumower Gehäusemäßig nie sterben wird, selbst nicht, wenn es die Fräsmaschine nicht mehr gibt, und selbst wenn es die Herstellerfirma nicht mehr gibt, denn man kann die Teile auf jeder anderen Fräsmaschine genauso gut herstellen. Ich bin mir sicher, dass wenn jemand dieses Gehäuse haben will, dann wird er es auch in Zukunft bei Marotronics kriegen können. Und wenn nicht da, dann überall anders. Ich habe mir übrigens einen Alfred geholt, weil ich den Ardumower optisch potthässlich (würde ich nicht in meinem Garten rumfahren lassen) und nicht funktional finde (Räder, Bumper, Wasserdichtigkeit, Ladestation, etc. sind für mich persönlich absolute no-gos)...aber das ist eine andere Geschichte. Außerdem gibt es doch bereits ein Nachfolgerchassis, ebenfalls in "plattenbauweise" (...finde ich persönlich aber auch den gleichen Gründen absolut als no-go). Fazit: Hier gibt es kein Problem.
3. Die Motoren und weitere mechanische Komponenten sind Standard (Industrie) Teile. Das ist ein weiterer Vorteil des Ardumower Projekts. Wenn es nicht mehr exakt genau diese Teile gibt, dann passen auch diverse andere Bauteile anderer Hersteller. Das ist wieder Mega-Nachhaltig und somit ein weiterer Vorteil.
4. Mit den Treibern ist das so eine Sache. Da gibt's zwar marktübliche Standardkomponenten, aber nach allem was ich hier so gelesen habe ist das alles nicht so das gelbe vom Ei. Daher ja auch die projekteigene Entwicklung. Das gilt aber für jede Variante der Ardumower.
5. Kommen wir wieder zu Punkt 1, die Entwicklung. Angefangen hat das ganze mal mit einem, dem Projekt namensgebenden Arduino. Die Arduino Familie sind kleine Mikrokontroller, die gut für Ablaufsteuerungen verschiedenster Art sind, sicherlich Millionenfach bewährt. Das Problem dabei ist, dass diese Mikrokontroller ihre Grenzen haben. Da ist irgendwo bei RTK-GPS einfach Schluss mit der Kapazität. Da die Entwicklung hin zu optischen Navigationstechnologien (LIDAR, Stereokamera, etc.) geht braucht man dafür leistungsstärkere Prozessoren, um die optischen Datenmengen zu bewältigen. Da ist dann jeder Arduino raus. Man hat Linux als Betriebssystem gewählt. Da geht die Reise hin.

Um jetzt die Entscheidung zu treffen, was man eigentlich will, muss man sich als allererstes entscheiden welche Art der Navigation man braucht oder haben will.
1. Reicht ein Perimeterdraht/Zufallssystem? (-> Arduino Software Azurit oder Raindancer)
2. Reicht ein Perimeterdraht/Liniensystem(-> Arduino Software AzuritBer)
3. Soll es ohne Perimeterdraht sein, und RTK-GPS reicht (hier sehe ich die Grenze, bei der Arduino gerade noch geht und Linux anfängt -> Software Sunray)
4. Will man zukunftssicher mit RTK-GPS, aber auch optisch navigieren (das geht nur mit Linux -> Software Sunray)
Das hängt von der Komplexität der Mähflächen und der Umgebung ab.

Bei mir geht ~95% nur mit RTK-GPS, die letzten 5% kriege ich nicht oder nicht sicher mit RTK-GPS abgedeckt. (das kann dann aber auch kein Luba, kein Navimow und auch sonst kein anderer RTK-GPS Mäher).

Ich bin von dem Projekt nach wie vor begeistert und werde noch viele Jahre dabei bleiben!
Die Software funktioniert aber hat noch viel Potential. Leider sitzt da kein Softwareengineering Team dahinter und man ist auf die Community angewiesen, aber auch das funktioniert ja einigermaßen gut.

Beste Grüße,
Chris
 
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